Blogg(ck)ed in China

June 14, 2007

Fotowettbewerb

Filed under: Shanghai

Hier mal ein kleiner Hinweis, vor allem an die Studenten der Uni in Saarbrücken. Es gibt zur Zeit nämlich ein Fotowettbewerb von der Uni, habt ihr ja vielleicht mal irgendwo gesehen. Dabei sind auch Bilder von mir hier aus China. Scheinbar haben bisher noch nicht viele Leute abgestimmt, also wenn ihr mal kurz Zeit habt, könntet ihr ja mal stimmen, für wen ist natürlich euch überlassen.

Die Bildergalerie findet ihr unter:

http://www.uni-saarland.de/de/international/fotowettbewerb/galerie/

Ich werde die nächsten Tage auch mal wieder ein paar Bilder hochladen. Leider haben ja die freundlichen Zensoren hier in China jetzt auch die Flickr-Bilder gesperrt. Man kann die Seite zwar noch aufrufen, und die Beschreibungen sind da, aber die Bilder werden nicht geöffnet. Ich hoffe mal das mit dem hochladen funktioniert noch.

June 4, 2007

Hi Vicky!

Filed under: Uncategorized

Ich habe dir versucht eine email zuschreiben, aber nur eine Fehlermeldung bekommen. Also, wenn du hier nochmal vorbeikommst, schick mir doch mal eine mail an season003@gmail.com, dann schick ich dir die Infos. Hab viel Spass in Shanghai!

May 8, 2007

Hangzhou

Filed under: China

Am Donnerstag waren wir (also eine Gruppe von 6 Leuten, 2 Japanerinnen, 1 Spanier und 3 Deutsche) in Hangzhou was ungefähr 1 1/2h von Shanghai entfernt liegt und so ziemlich das beliebteste Ausflugziel der Shanghaier ist, aber auch von vielen anderen Chinesen. Und da ja zu dem Zeitpunkt noch Maiferien waren, waren auch jede Menge Leute unterwegs. Daher hatten wir auch kein Hotelzimmer dort bekommen, obwohl wir gerne auch über Nacht geblieben wären. Der Plan war dann, erstmal nur ein Ticket für die Hinfahrt zu kaufen, um dann vielleicht doch noch ein Hotel zu finden, oder wenn nicht dort eine Rückfahrkarte zu kaufen.
Im Zug kam dann auch tatsächlich eine Frau, die auch Karten sowas von Hangzhou verkauf hat, die meinte es wären in dem einen Hotel noch Plätze frei. Also, haben wir uns schon gefreut, jetzt doch über Nacht bleiben zu können und nachdem wir in Hangzhou angekommen waren gingen wir mit einigen anderen Leuten zu einem Bus um erstmal zu dem Hotel zu fahren, aber an dem Bus hieß es dann plötzlich, das für uns nun doch keine Plätze mehr frei sind. War irgendwie komisch, warum hat keiner begriffen.
Ein paar Meter weiter, sind wir dann auch schon auf eine andere Frau getroffen. Jetzt also doch Zimmer. Wir steigen in einen kleinen Bus ein um zu dem Hotel zu fahren und kommen auf einer schönen Hotelanlage an. Aber als wir dort auf die Rezeption zu laufen meint die Dame dort, dass in diesem Hotel keine Ausländer erlaubt. Die beiden Japanerinnnen dürften bleiben, wir aber nicht. Während einer kleinen Diskussion darüber, warum das so ist, kommt dann auch tatsächlich eine Wachmann oder Polizist herein und hat gefragt, warum hier drin Ausländer wären. Also, am Ende doch wieder kein Hotel und das blieb auch unser letzter Versuch noch eines zu kriegen, das nächste Angebot war dann einfach zu teuer.
Wir wurden dann noch mit dem Kleinbus an den West Lake gebracht. Der West Lake ist die eigentliche Attraktion der Stadt. Ist auch echt schön, aber wie wir dann aus dem Lonely Planet erfahren haben nicht mal 100% natürlich, sondern schon im 8. Jahrhundert von Moor etwas nachgeholfen. Das passt irgendwie zu China. Genauso wie die Brücke, die eine schöne Geschichte wie Romeo & Julia hat, bei der ein unglückliches Liebespaar zusammen von der Brücke sprang und danach an dieser Stelle im Wasser Lotusblüten aufgingen. Aber dann steht drunter, dass die echte Brücke zerstört wurde und diese eine Nachbildung von 2002 ist. So ist es irgendwie mit den meisten „alten“ Sehenswürdigkeiten in China, oft sind es nur Nachbauten von den letzten paar Jahren, da sie es anscheinend wirklich geschafft haben das meiste im Laufe der Zeit zu vernichten. Wirklich Schade.
Wir sind dann also etwas um den See herumspaziert, haben noch in einem Restaurant etwas gegessen und hatten dann leider nicht mehr genug Zeit um den großen Tempel dort zu besichtigen, also werden wir wahrscheinlich eh nochmal dahin fahren. Also haben wir noch eine kleine Bootsfahrt gemacht, bzw. man wird da von einer Insel (die auch nicht natürlich sind) zur anderen gebracht.
Schließlich dachten wir uns, wir sollten doch mal versuchen Tickets für die Heimfahrt zu bekommen, wobei ich (aber nicht alleine) ja eh schon daran gezweifelt habe, dass wir noch Karten kriegen. Gab dann auch wirklich keine mehr an dem Ticketschalter der Bahn. Also standen wir da in Hangzhou am Bahnhof, ohne Ticket und ohne Hotelzimmer.
Tomoko, eine Freundin aus Japan, hat dann zusammen mit einem Chinesen es geschafft, dass wir auf den Zug kommen. Sie hat mit der Zeitungsverkäuferin ausgehandelt, dass die uns für 5 Yuan pro Person durch die Kontrollen bringt, so dass wir in den Zug kommen. Dort könnten wir dann wohl noch Tickets kaufen. Also ohne Ticket durch die Kontrollen, Tomoko hat dann jemanden hinter den Kontrollen das Geld gegeben und in den Zug. Dort konnten wir dann tatsächlich noch Karten kaufen, aber ohne Sitzplätze halt, aber bei nur 1h Fahrt ist das ja kein Problem. Besser als eine Nacht am Bahnhof zu verbringen. Andere durften dann auch nicht mehr in den Zug, obwohl sie das Schmiergeld bestimmt auch schon bezahlt haben, aber der Zugbegleiter wollte nicht mehr Leute. Wir haben dann auch mal durchgezählt, so ungefähr 30 Leute sassen vor den Türen rum. Es gibt also durchaus Möglichkeiten in China noch an Tickets zu kommen, wenn der Zug ausverkauft ist, man muss nur wissen wie.

April 29, 2007

Tai Shan und Mid-Term Examns

Filed under: China

Endlich mal wieder Zeit um euch zu berichten, was ich so treibe. Denn vom 16. April bis 20. April war ich ja in Tai Shan, und in der letzten Woche hatte ich dann schon meine Mid-Term Exams. Was wohl bedeutet, dass die Hälfte meines Kurses schon wieder vorbei ist. Die Zeit vergeht wirklich schnell hier. Und jetzt sind die Wochen Ferien auch schon wieder rum, in der wir vorgestern dann auch noch in Hangzhou waren.
Doch zunächst zu Tai Shan.
Montags sind wir abends um ca. 18:30h von der Uni aus gestartet. Unsere Gruppe war die Kleinste, denn die meisten sind natürlich nach Beijing, Xi‘an und Kaifeng (in der Nähe des Shaolin-Klosters) gefahren. Unsere Gruppe waren zu ca. 30 Leute, also ein Bus voll. Also erst mal auf den Weg zum Bahnhof, ich mal wieder mit viel zu viel Gepäck, aber ich dachte mir, wenn ich schon den großen Rucksack mitholen muss, kann ich auch was reinpacken. Beim Eintreten in den Bahnhof muss das ganze Gepäck dann erstmal durch die Sicherheitskontrolle. Alleine um auf den Bahnsteig zu kommen, brauch man schon eine Karte, also auch wenn man nur jemanden verabschieden will, auf dem Bahnsteig, muss man dafür eine Karte kaufen, wenn auch natürlich keine Fahrkarte. Der Warteraum war dann auch ziemlich voll. Ist auch mehr wie in einem Flughafen, man muss den richtigen Warteraum für seinen Zug finden und dort dann warten, bis der Zug aufgerufen wird. Dann strömen also zu dem Eingang für den Bahnsteig.
Im Zug hatten wir Hard-Sleeper Betten. Das Wort sagt im Prinzip schon alles. Es gibt auch noch Soft-Sleeper, wobei ich nicht wirklich glaube, dass die Betten dort besser sind, im Gegensatz zum Hard-Sleeper gibt es dort aber nur 4 Betten pro Abteil und eine Tür davor. Wir hatten also immer 3 Betten übereinander und ich habe ganz oben geschlafen…habe sogar extra mit jemanden aus unserer Gruppe getauscht dafür. Ist da oben mal wieder von Vorteil etwas kleiner zu sein.
9h haben wir bis nach Tai Shan gebraucht, die anderen sind zum Teil noch deutlich länger gefahren, 16h sowas bis nach Xi‘an. Also kamen wir dann morgens nicht ganz so gut erholt an.
Als erstes auf dem Programm stand Qufu, Geburtsort von Konfuzius. Also, erstmal die Besichtigung eine Konfuzius-Tempels, dann das Haus in dem er gewohnt hat und schließlich noch die Besichtigung des Konfuzius-Friedhofs. Insgesamt haben wir verdammt viele Tempel in den drei Tagen gesehen, und die sehen sich eigentlich alle ziemlich ähnlich. Witzig sind die Tafeln, die nicht wirklich informativ sind, aber wo dann schon mal gerne draufsteht „Sind die schönsten der Welt“ oder zumindest „Sind die schönsten von ganz China“. Aber interessant war es auf jeden Fall. Leider hatten wir aber nur eine chinesische Führung, also hab ich nicht wirklich viel von dem Verstanden, was unsere Führerin gesagt hat.
Am zweiten Tag ging es dann hoch auf Tai Shan. Erstmal sind wir ein gutes Stück hochgefahren, damit wir nicht den ganzen Berg hochlaufen müssen. Und dann ging das große Treppensteigen los. Den ganzen Berg hoch haben die hier Treppen gebaut. Versteh ich einfach nicht. Ein normalen Weg hochzugehen ist doch viel einfacher. Ich will gar nicht wissen, wie viele Treppen ich an diesem Tag hochgelaufen bin. War verdammt anstrengend. Auch nur unterbrochen von gelegentlichen Souvenirs-Shops und Tempeln. Ist eben nicht für alle Menschen nur eine Touristenattraktion den Berg hochzulaufen, sondern ein Pilgerweg, und so wird immer dazwischen mal gebetet. Und es gab eine Stelle an der jede Menge Schlösser mit eingravierten Namen festgemacht waren, auch nochmal ganz oben am Berg. Soll wohl den Liebespaaren Glück bringen, nachdem was eine Frau uns erklärt hat.
Leider konnte man vom Gipfel aus nicht all so weit sehen. Soll nur an wenigen Tagen wirklich klar da oben sein. Witzig waren die Wolkenfetzen die immer mal wieder direkt über uns hinweg gesaust sind, das mit einem Kollektiven „Ooohhh“ kommentiert wurde. Für den Abstieg haben wir uns schließlich für die etwas sichere Variante der Seilbahn entschieden, da wir uns dachten diese steilen Treppen runter zu gehen, ist nicht wirklich einfach. Also, noch einmal die Aussicht aus der Gondel genießen und dann zurück zum Hotel.
Am 3. Tag waren dann alle schon recht müde. Und die Begeisterung über einen weiteren Tempel hielt sich in Grenzen, obwohl er eigentlich schöner war wie der erste, wie ich dann in nach hinein finde. Aber wenn man immer nur durch Tempel gehetzt, hinter einer Führerin her die man nicht versteht und mit jemanden im Rücken der immer sagt „Weiter, weiter“, ist es etwas anstrengend.
Zum Abschluss waren wir dann aber schließlich noch an einem schönen See und sind etwas darum spaziert (und Auto-Scooter gefahren, hatte ich schon ewig nicht mehr gemacht). Und dann ging es zurück zum Bahnhof. Auf der Fahrt wurden uns die Tickets schon ausgeteilt. Die neben uns haben uns dann plötzlich gefragt, welches Datum wir auf unseren Ticket stehen hätten, den auf ihren steht das von vorgestern. Und siehe da, auf unseren Tickets auch. Wir hatten in der Gruppe also 4 falsche Tickets und ich hatte mal wieder das Glück eins davon zu haben. Einer unserer Gruppenbetreuer, hat dann noch versucht andere Tickets zu kriegen, aber der Zug war ausverkauft. Wir bekamen dann die Tickets von den Betreuern, so dass wir nach Hause fahren können, und sie am nächsten Tag einen anderen Zug nehmen. Schon im Zug bekamen einer aus unserer Gruppe dann aber einen Anruf von einem der Betreuer. Sie hatten sich Bahnsteig-Karten gekauft um uns zum Bahnsteig zu begleiten, sind dann in den Zug gestiegen um zu gucken, ob alles okay ist, und dann einfach nicht mehr ausgestiegen. Wir sollten nun kommen und dem Zugbegleiter nur sagen, dass wir unsere Lehrer brauchen und das sie mit kommen sollen. Brauchten wir aber gar nicht, der Zugbegleiter verkaufte ihnen auch ohne das wir sagten noch Tickets, aber Betten gab es eben keine mehr, so das unsere Betreuer die Nacht auf den Sitzen zum Runterklappen verbringen mussten. Wieder in Shanghai mussten wir dann nur noch mit der u-Bahn wieder zum Studentenwohnheim fahren…und damit war mein 1. Ausflug in China vorbei. War echt super, nur leider etwas kurz.

April 16, 2007

Raus aus Shanghai

Filed under: Shanghai, China

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt werde ich Shanghai heute mal verlassen um für ein paar Tage mit einer Gruppe hier von der Uni nach Tai Shan zu fahren. Bin mal gespannt was mich dort erwartet.
Vorher wollte ich dann doch kurz nochmal ein Blogeintrag schreiben. Ich war ja doch etwas faul in letzter Zeit in der Hinsicht. Aber wirklich nur beim Bilder hochladen und beim Blog schreiben. Ich habe jede Menge neue Zeichen und Vokabeln gelernt, auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, nicht wirklich vorwärts zu kommen. Und ansonsten ist nicht viel neues passiert. Alltag eben so langsam.
Was es neues gibt: Ich habe eine Capoeira-Gruppe gefunden, bei der ich jetzt zweimal Sonntags war, im Park, was noch mehr Spass macht wie in der Halle. Die Gruppe trainiert zweimal die Woche und ich bin froh mal wieder Capoeira machen zu könnnen, nachdem ich es in Deutschland schon über ein Jahr nicht mehr gemacht habe. Gibt auch immer jede Menge Zuschauer im Park, da Capoeira eben doch auch etwas ist, was man in China wohl nicht jeden Tag zu sehen kriegt (in Deutschland ja auch nicht). Am Ende des Trainings gibt es ja immer eine Roda, bei der alle im Kreis stehen und zwei in der Mitte spielen. Dabei bildet sich immer um die Roda ein zweiter Kreis von Zuschauern, sieht schon witzig aus.
Von Ostern habe ich nix berichtet, da es davon hier wirklich nicht viel gab. Keine Osterhasen oder Ostereier. Sonntagmorgens war ich sogar mal wieder in der Kirche, und die war auch wirklich sehr voll. Sehr viele Leute haben gestanden. Und allein wegen dem Chor hat es sich schon gelohnt. Der wurde von einem Orchester begleitet, dass vor allem aus Deutschen und Franzosen bestand, extra für Ostern.
Einen neuen Blogeintrag gibt es dann also, sobald ich zurück bin. Nach meinem Trip werde ich ja wohl etwas zu erzählen haben.

Übrigens, wer mir mal einen Brief, eine Karte oder sonstiges schreiben möchte, hier ist meine Adresse in Shanghai:

Shanghai Jiao Tong University
Tao Li Yuan, Room No. 525
No. 1954 Hua Shan Road
Shanghai, China
Zip Code: 200030

oder mich anrufen möchte:
+86 131 629 58 147

Ich würde mich über etwas Post freuen.

March 25, 2007

Hallo nochmal

Filed under: Shanghai, China

Okay, das sind dann jetzt gleich mal ein paar mehr Einträge auf einmal, vielleicht sollte ich doch öfter schreiben. Denn der Titel des letzten Beitrags bezog sich wohl mehr auf meinen Kopf, der versucht hat alles zu ordnen um es niederzuschreiben.
Was gibt es also sonst noch zu berichten. Mein Geld ist gekommen. Ich habe hier auf der Bank ein Konto eröffnet. Randy auch und seine Mutter hatte das Geld auch früher überwiesen und so lief er fast täglich 3 Wochen lang zum Geldautomat und ist fast verzweifelt, da das Geld nicht kam. Bis wir dann schließlich mal wieder auf die Bank gegangen sind, um nachzufragen und siehe da, das Geld war durchaus da, aber in Euro und um es am Geldautomat abzuheben, muss man es erst in RMB umwandeln. Hätte uns ja auch mal jemand vorher verraten können. Natürlich war ich so clever und hatte mein Sparbuch (ich hatte da so ne Bankkarte und ein Sparbuch am Anfang in die Handgedrückt gekriegt), also durfte ich am nächsten Tag gleich nochmal hin. Und wenn ihr denkt, ihr hättet in Deutschland auf der Bank schonmal zu lange gewartet, dann geht nicht hier auf die Bank. Ich habe da jetzt echt schon Stunden verbracht, und ich war erst 3 Mal dort. Beim letzten Mal gab es auch so kleine Zettelchen mit einer Nummer drauf. Manch gehen dann auch kurz nochmal was anderes erledigen. Aber, wir mussten ja selbst vor dem Pizza Hut warten, da steht auch immer jemand davor und passt auf, das alle in der richtigen Reihenfolge einen Platz kriegen.
Ich habe dann auch gleich mal Geld gebraucht, denn im April kann ich (endlich) mal Shanghai verlassen. Bei der „Language Practice“ dürfen wir nämlich zwischen Beijing, Xi‘an, Kaifeng und Tai Shan wählen und dann vom 16.04-20.04 dorthin fahren, vorausgesetzt wir bezahlen die ca. 100€, aber das war es mir wert. Und ich habe mich für Tai Shan entschieden, da ich nach Beijing und Xi‘an später eh noch reisen will, und man da auch alleine ganz gut hinkommt. Wie Tai Shan so ist, werde ich erzählen, wenn ich dort war.
(Bananen-Pause)
Okay, was ist sonst noch so passiert. Auf dem Weg zur Bank habe ich noch ganz unerwartet an der großen Kreuzung vorne eine Aufführung einer Tai-Chi Gruppe gesehen. Anscheinend ging es um irgendein Umwelt-Projekt. Das würde ich zumindest aus den Bildern auf den Schildern schließen. Einerseits haben viele Leute hingeguckt, aber es sind eigentlich recht wenig stehen geblieben. Aber sogar das Fernsehen war da! Und ich auch. (Weil ich Reading geschwänzt habe um auf die Bank zu gehen.)

Und dann haben wir mal noch so einen richtig schönen Markt mit Raubkopien gefunden. Mit CD‘s für unter 2€ und einem North Face Rucksack für ca. 30€ und jede Mengen Klamotten…und im hinteren Teil gab es dann Essen. Allein der Geruch, da hätte ich schon überhaupt keinen Hunger mehr. Die Spezialität des Marktes war anscheinend „kleiner Tintenfisch am Spieß“, auf jeden Fall gab es die an fast jedem Stand. Und dazu jede Menge Sachen, die ich noch nicht mal identifizieren konnte. Leider kann ich euch davon jetzt nicht gleich Fotos hier präsentieren, hab dort nämlich mehr mit der EOS fotografiert. (Vielleicht brauch ich doch mal irgendwann ein Digital-SLR.)

Was noch zu erwähnen würde, Randy‘s Blog wird jetzt auch geblockt. Ganz Blogspot funktioniert hier nicht mehr, Blogger allerdings schon, obwohl das ja im Prinzip zusammen gehört. Das ganze hat aber auch eine gute Sache. Da Randy sich nämlich mal Gedanken darüber gemacht, wie er jetzt wieder an seinen Blog kommt er nunmal mehr Ahnung hat als ich und daher herausgefunden hat, dass man die Firewall (Great Firewall, wird sie manchmal im Internet genannt, find ich witzig), wenn man sich mit VPN unserer Uni in Saarbrücken einloggt. Was im Prinzip heißt, ich kann jetzt auch wieder an meinen alten Blog. Und da ich den sowieso viel besser leiden konnte und ihm schon die ganze Zeit nachgetrauert hatte, werde ich ihn auch jetzt wieder benutzen. Da ich euch aber versprochen habe, nicht mehr zu wechseln, werde ich auch den Blogsome weiter benutzen. Ich weiss ja nicht welchen ihre gerade liest. Aber wie gesagt, ich mag den Wordpress mehr und Bilder im Text gibt‘s nur da.
Also, bis zum nächsten Mal…

March 22, 2007

So ein Durcheinander

Filed under: Shanghai, China

Okay, so langsam pendele ich mich scheinbar auf wöchentliche Einträge ein, also muss ich mir mal überlegen, was die letzte Woche so passiert ist.
Am Freitag, also eigentlich gleich einen Tag nach meinem letzten Eintrag, waren SanYoung, Tom (beides Koreaner), Randy und ich zum Karaoke. Karaoke ist hier aber nicht wie bei uns in einer normalen Kneipe vor allen Leuten, sondern jede Gruppe bekommt ihren eigenen Raum. Die sind dann natürlich unterschiedlich groß, war aber eigentlich ziemlich gemütlich da. Bevor man durch ein, wie es mir vorkam, Labyrinth von Gängen gebracht wird, darf man dann auch nochmal in dem ziemlich teuren, kleinem, privatem Supermarkt einkaufen. Und weil die hier immer so einen netten Service haben, ist dann einen Frau mit einem Korb hinter Randy hergelaufen, der aber nur ein Wasser wollte. In dem Raum kann man dann aus verschiedenen Liedern, natürlich vor allem Klassiker, aussuchen. Es gibt Chinesisch, Englisch, Koreanisch, Japanisch und „andere Sprachen“ im Angebot. Vielleicht hätten wir da ja mal gucken sollen. Ich kann ja meiner Meinung nach gar nicht gut singen, deswegen hab ich auch nicht so viel, aber die anderen drei haben echt super gesungen.
Über das Wochenende ist glaube ich nicht soviel passiert. Am Dienstag bin ich dann mal ein bisschen in einem anderen Teil von Shanghai rumgelaufen. Das hab ich schon zweimal gemacht, einfach loslaufen und mal gucken, was mir so begegnet, ist eigentlich ganz lustig. Nur beim ersten Mal, bin ich wirklich einfach drauf losgelaufen, wie ich dann zu dieser einen Metro Station kam, weiss ich gar nicht, also guck ich mir jetzt immer auf der Karte an, wo ich rumlaufe. Diesmal hatte ich sogar ein Ziel. Ich war nämlich auf der Suche nach der „Longwu International Kung Fu Centre“, denn ich dachte mir, wenn ich schon in China bin kann ich ja auch ein bisschen KungFu oder Wushu lernen. An dem Kurs an der Uni kann ich leider nicht teilnehmen, da ich zu dem Zeitpunkt Unterricht habe. Aber morgen fängt mein Tai-Chi-Kurs an. Ansonsten gab es da noch so Sachen wie chinesische Malerei, Kalligraphie, chinesischen Kochen (der sehr beliebt ist mit nur 20 oder 25 Plätzen und in den Randy unbedingt reinwollte, obwohl seine Stufe nicht ausreichte und er hat es tatsächlich geschafft), Shanghai-Dialekt, Business-Chinesisch und Vorbereitung auf den HSK-Test.
Also, ich war auf der Suche nach diesem Centre, 215 South Shaanxi Road, und dann komm ich zu 217 und daneben ist einfach nur ein rießiger leerer Platz. Und nach dem Platz hatten die 100 schon angefangen. Und auch die Gebäude die dann kamen waren komplett leer. Solche Sachen sieht man hier ständig. An jede Ecke wird gebaut, oder zumindest schonmal abgerissen und jedes Gebäude versucht das andere in seinen Dimensionen noch zu übertreffen. Ist schon Wahnsinn hier. An einer Kreuzung stehen hier an jeder Ecke (wenn sie denn schon fertig sind) vier riesige Einkaufscentren, und ich habe echt keine Ahnung, wer das alles kaufen soll. Ganz toll an diesen Baustellen sind auch immer die Bambusgerüste, sieht irgendwie exotisch aus, und das die alle ohne irgendwelchen Schutz da oben rumlaufen. Okay, einen Helm haben sie vielleicht noch auf, aber der bringt ja dann auch nix mehr.
Also, ich habe die Schule nicht gefunden und dann lieber mit meiner EOS in der Gegend noch Bilder gemacht. Die Leute hier sind schon furchtbar nett. Als ich an einem Nähgeschäft vorbeikam hat der eine Mann auf meine Kamera gezeigt und dann angefangen irgendwas zu suchen. Im ganzen Laden immer irgendwie auf dem Boden, ich habe gar nicht verstanden, was der von mir wollte, ich dachte schon, der will mit irgendetwas andrehen. Dann plötzlich stand eine süsse kleine Katze in der Tür und er zeigt auf die Kamera und dann auf die Katze. Aha, die Katze sollte ich also fotografieren. Hab ich dann auch gemacht und dann wollte er das Bild sehen. Tja, schönes Digitalzeitalter, aber meine EOS ist halt noch analog. Also habe ich noch meine kleine Kamera rausgekramt und damit ein Foto gemacht und im gezeigt. Dann meinte er „Mingtian, Mingtian“ soviel verstehe ich noch, „morgen“, also wollte er wohl, das ich ihm das Bild am nächsten Tag bringe. Ich habe ihm dann noch versucht zu erklären, dass ich nicht weiss wie lange das dauert, aber ich würde ihm das Bild schon gerne bringen.
Es ist also wirklich nicht schwer hier mit Chinesen in Kontakt zu kommen. Ich komme nur halt noch nicht weit mit meinem Chinesisch, also muss ich noch mehr lernen. Auch wenn ich in den letzten Tag nicht so oft dort war, aber wegen einer leichten Erkältung litt ich unter akutem Schlafmangel. Auf der Nanjing Road, also der Haupteinkaufsstraße hier, laufen vor allem die jüngeren auch ständig an einem vorbei und sagen „Hello, how are you?“, wenn das alles 5m so ist, nervt es aber auch irgenwann.
Ich hätte zwar da noch ein paar Sachen zu berichten, aber ich denke mal das verschiebe ich auf morgen oder übermorgen, denn dieser Eintrag ist ja schon lange genug.

March 15, 2007

Carrefour, IKEA usw.

Filed under: Uncategorized

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Originally uploaded by season3.
Okay, es wird Zeit, dass ich euch mal wieder erzählen, was ich hier so treibe. Ich bin natürlich die ganze Zeit am Lernen und kann deswegen nicht so viel in meinem Blog schreiben. ;) Na okay, das stimmt nicht so ganz, aber ist schon viel, fast jeden Tag neue Vokabeln und Zeichen lernen. Bis jetzt hatte ich nur mal 3-wöchige Intensivkurse in einer Sprache, da ist das hier schon etwas anstrengender. Wahrscheinlich auch etwas einseitig mit der Zeit, denn auch im Studium hatte ich ja doch immer ziemlich verschiedene Sachen, aber hier jetzt nur noch Chinesisch jeden Tag.
Inzwischen habe ich ein paar Plätze gefunden an denen man etwas "heimisches" finden kann. Okay, im Prinzip ist das nicht wirklich schwer hier. Sogar ein Villeroy&Boch Laden ist ja nicht weit von hier.
Aber wirklich nützlich ist Carrefour! Ein rießiger Supermarkt mit all den tollen Sachen die ein Europäer hier vermissen könnte. Ich habe mir ein Glas Nutella geleistet (obwohl ich das in Deutschland nur sehr selten esse) und ein Philadelphia. Aber, immer geht das auch nicht, denn die importierten Sachen sind teuerer als in Deutschland. Die "normalen" Sachen sind dann aber auch im Carrefour recht günstig.
Aber auch hier kann man sich angucken, wie das Essen vor einem rumschwimmt, bevor man es mitnimmt. Also an irgendwas Lebendes im Supermarkt kann ich mich echt nicht gewöhnen. Ist doch Tierquälerei, was aber anscheinend mal wieder eine eher europäische Einstellung ist. Alle Asiaten fanden das ganz normal. Die Philippiner meinten nur, man muss sie ja nicht selbst töten, dass machen die ja und dann wäre der Fisch wenigstens frisch.
Ich habe jetzt auch schon ein paar Mal kleine Käfige auf einem Fahrrad festgeschnallt gesehen (auf Fahrrädern können die hier irgendwie alles transportieren), und auch beobachtet wie hinter der Uni die Woche einer zwei süsse kleine Kaninchen gekauft hat. Ich glaube nicht, dass der die für sein Kind gekauft hat. Ich weiss wir essen auch Kaninchen, aber ich sehe mein Essen lieber nicht vorher noch lebendig.
Im IKEA waren wir dann auch mal. Dort gibt es genau die selben Sachen wie bei uns. Ich dachte, die Warenpalette wäre vielleicht etwas an China angepasst. Aber ich glaube das wollen die gar nicht, wenn sie bei IKEA einkaufen gehen. Sie wollen dann viel eher europäische Sachen. Leon, ein chinesischer Freund von Randolf, der mit uns dort war, meinte dann auch, dass IKEA in China ziemlich teuer ist. Man bezahlt also auch noch mehr, nur um etwas von IKEA zu haben.
Es war dann auch ziemlich voll da. Und überall sassen Leute rum, viel mehr wie bei uns. Wir probieren die Sachen ja dann höchstens mal kurz aus, aber die hatten es sich da richtig gemütlich gemacht. Einige haben auch geschlafen, aber das sieht man auch überall. In der Metro schlafen meistens welche, aber am besten fand ich den der im Bücherladen geschlafen hat, auf der Treppe sass er mit einem offenem Buch vor sich liegend und dem Kopf gegen die Wand gelehnt.
Am Freitag waren wir abends im Goethe Institut zu einer Vorführung von deutschen und (einem) chinesischem Kurzfilmen. Das war schon ganz interessant. Wir kamen dort recht spät an, und wurden dann gefragt, ob wir uns angemeldet hatte. Wir wussten ja aber gar nicht, dass man das muss, war aber eben irgendwie eine besondere Veranstaltung noch mit Büffet hinterher. Wir durften dann aber trotzdem rein und fanden noch einen Stehplatz ganz hinten bei schon vielen anderen. Nach den Filmen gab es dann noch eine kurze Diskussion und dann das Büffet, von dem wir dann auch noch was gegessen haben, mal wieder deutsches Essen und das auch noch umsonst.

March 5, 2007

Mails

Filed under: Uncategorized

Okay, ich hatte gerade einen Blick über meinen Posteingang, und habe dabei gesehen, dass ich noch vielen Leuten antworten muss. Da das im Moment nicht so schnell geht, wollte ich mich nur kurz mal hier entschuldigen, bei allen bei denen es jetzt noch etwas dauert. Aber ich versuche demnächst alle Mails zu beantworten. Und ihr dürft trotzdem neue schicken.

Konsumfestival

Filed under: Shanghai

Gestern abend waren Randolf und ich noch auf dem Laternenfestival in den Yuyuan Bazars. Überall hangen solche roten Laternen (auf zahlreichen war Coca-Cola zu lesen, die anscheinend das Fest gesponsert haben, so oft wie Werbung von denen aufgetaucht ist) und jede Menge Leute waren unterwegs (wie so häufig in Shanghai). Ansonsten läuft man da eigentlich vor allem an jede Menge Läden vorbei, die einem irgendwelche „typisch“ chinesische Sachen verlaufen wollen. Um in den inneren Bereich zu kommen, musste man dann auch 50 Yuan bezahlen, bekam aber 10 als Gutscheine wieder zurück. Dort ging es also weiter mit jeden Mengen Läden, ein paar Sachen waren aber auch interessant. Das erste was man aber eigentlich sah war ein riesiges beleuchtetes Schwein. Okay, hier gibt‘s mehr davon, so langsam verschwinden sie, jetzt wo mit dem Laternenfestival das Neujahrsfest aufgehört hat, aber da es das Jahr des Schweines ist, sind die überall. Es gab dann noch mehr Figuren, ich weiss nicht von was alles, war wohl bekannte Figuren aus der Geschichte und Literatur Chinas. Ich habe ja Fotos gemacht, also könnt ihr euch das da mal angucken. Es gab dann auch noch ein Baum, auf den die Leute versuchten Münzen mit einem roten Band (auf dem auch Schriftzeichen waren) zu werfen. Ich glaub eigentlich braucht man einen Führer auf dem Fest, denn ich hab keine Ahnung, was das schon wieder zu bedeuten hatte. Dann kam noch ein paar Männer mit alten Kostümen vorbei. Also ein Fest mit jede Menge Licht und jede Menge Kitsch. Süss waren die kleinen Kinder. Die wurden immer von den Eltern vor diesen Baum gestellt, mit einer Laterne in der Hand und wurden dann fotografiert. Hab dabei das eine Kind beobachtet mit einem recht seltsamen Hut mit einer Blume drauf. Zu erst hat sie nur ganz normal da gestanden und etwas skeptisch geguckt. Dann hat ihre Mutter nochmal etwas zu ihr gesagt und sie fing an zu lächeln und zu posen, ungefähr so, wie man sich von der Peking Oper her vorstellt, war echt süss.
Neujahr ist jetzt endlich vorbei. Seit ich hier bin gab es ständig Feuerwerk, und von dem meisten hat man noch nicht mal was gesehen. Am Schluss hat mich das nur noch genervt. Am Samstag auf Sonntag Nacht hab ich um 1:30h das letzte gehört (angeblich gab‘s noch spätere), und wurde dann um 6:30h am Sonntag von einem Lärm geweckt, ungefähr stell ich mir Raketenangriff vor. Und das ging ewig so, immer mit einem gewissen Abstand. Und jedes Mal gingen dann auch irgendwo Alarmanlagen von Autos dadurch an und die Fenster hier haben gerappelt, was sie auch schon bei Wind gerne machen. Wir dachten schon die Japaner hätten angegriffen. Aber heute blieb es dann zum Glück ruhig.
Und heute haben endlich die Kurse angefangen und wir haben unseren Stundenplan gekriegt. Ich habe dreimal Nachmittags, wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht bei meinem Schlafverhalten, und zweimal vormittags. Die nächsten 4 Monaten wird mein Unterricht also nur aus Chinesisch bestehen: 8 SWS Reden, 8 SWS intensives Lesen, und 4 SWS Hörverstehen. Na das muss doch mal was werden dann. Und mir kam das heute auch nicht zu schwer vor. Klar kannte ich nicht alle Vokabeln, muss jetzt in den Büchern, welche ich da noch nachholen muss, aber es kamen auch genug Sachen vor, die wir schon gemacht haben.
Ich werde also einiges zu tun haben die nächsten Wochen, aber ich freu mich schon drauf, endlich mal mehr hier zu verstehen.






















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